Bäume sind das Abbild unserer Welt und für den Menschen unverzichtbar.

Bereits Konfuzius, Philosoph im alten China, wusste, dass den Himmel gewinnt, wer Bäume pflanzt. Denn alles, was notwendig ist, um unsere Gesundheit zu schützen und zu erhalten, ist in der Natur gegeben. 
 
Umso absonderlicher ist es, dass der Mensch selbst Jahrtausende später nichts gelernt zu haben scheint und die Zerstörung von Waldgebieten offensichtlich unaufhaltsam voranschreitet. Damit Ihr eine Vorstellung des Ausmaßes bekommt: Im brasilianischen Regenwald wurden in den vergangenen 40 Jahren pro Minute je 2000 Bäume gefällt. Die Gründe für eine derartige Abholzung natürlicher Ökosysteme sind vielfältig, und reichen von Unwissenheit bis hin zu kurzfristigem Profitdenken aufgrund von Armut. 
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Um den Folgen großflächiger Entwaldung, wie beispielsweise der Beschleunigung des Klimawandels, der Vergrößerung von Wüstenflächen und der Vertreibung von Ureinwohnern Einhalt zu gebieten, werden zweierlei Anstrengungen unternommen - zum einen die bloße Verhinderung von Waldrodung durch Maßnahmen wie etwa effektive Gesetze, dem Kampf gegen illegalen Handel mit Holz und finanziellen Anreizen in Form von Zahlungen für den Erhalt von Wäldern, zum anderen Aufforstungen und Wiederaufforstungen. Darunter ist das Bepflanzen fruchtbaren Bodens und das Aussäen von Saatgut mit dem Ziel, Bäume entstehen zu lassen, zu verstehen, beziehungsweise die Bemühung, nach einem Kahlschlag erneut eine Bewaldung herbeizuführen. 
  
Die einfachste und unkomplizierteste Methode hierfür ist, die natürliche Verbreitung besonders leichter Samen zu nutzen, die aufgrund etwaigen Vorbestands von Bäumen noch erhalten sind und sich mit dem Wind verteilen. Dabei spricht man von Naturverjüngung, was die bemerkenswerten Vorteile mit sich bringt, dass keine Kosten für Saat oder Bepflanzung entstehen und die Wurzeln ungestört wachsen können, womit eine optimale Anpassung an die entsprechenden Bodenverhältnisse gegeben ist. 
 
Dort, wo dieses Verfahren jedoch nicht möglich ist, da unter Umständen das gewünschte Ziel der Bepflanzung nicht herbeigeführt werden kann, muss künstlich verjüngt werden. Dabei ist es meistens von Nöten, sich grober technischer Hilfsmittel zu bedienen, um die Einsaat angemessen ins Erdreich einbringen zu können, was leider viel zu häufig zur Folge hat, dass Wurzelwerk beschädigt wird, demzufolge Bäume nicht richtig wachsen und gedeihen können und somit nur eine relativ geringe Lebensdauer aufweisen, womit auch dem Gedanken der Nachhaltigkeit nicht Genüge getan werden kann.       
 
Umso mehr bedarf es einem gewissen forstwirtschaftlichen Know-how für eine fortwährende Aufforstung, zumal weltweit auch sehr unterschiedliche klimatische Verhältnisse vorherrschen und für all die verschiedenen Baumarten Wetterbedingungen wie Niederschlagsmenge und Anzahl der Sonnenstunden eine große Rolle spielen. 
Daher gibt es international sehr viele staatlich stark bezuschusste Wiederaufforstungsprogramme, die von Expertenteams umgesetzt werden. Eine der größten Umweltschutzunternehmungen findet derzeit in China statt, wo die immer weiter ausufernde Wüste Gobi eine ernsthafte Gefahr für Land und Leute darstellt. Mit einer Art Schutzwald, der die Bewohner vor Sandstürmen schützen und ihnen die Möglichkeit bieten soll, weiterhin Landwirtschaft zu betreiben, soll eine Ausdehnung des Wüstengebiets verhindert werden. Das größte Projekt in Europa zur Wiederherstellung von Buschland läuft momentan in Island, der größten Vulkaninsel der Erde. Das Hauptziel besteht darin, Birken und Weiden anzubauen, die angrenzende Wohngebiete vor Ascheverwehungen aufgrund von vereinzelten Ausbrüchen der Feuer speienden Berge bewahren und die Abtragung von Boden sowie Gestein durch sehr starke Winde verhindern sollen. 
 
Auch für das Team um LEMIEL ist es eine Herzensangelegenheit, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln Landrekultivierung zu betreiben, und wir freuen uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir mit dem Verkauf eines Bambus-Artikels pflanzliches Leben entstehen lassen können. Ein besonderer Höhepunkt war natürlich unser 1000. Baum, ein kleiner Zwischenschritt auf einer noch sehr langen Reise, die dank Euch einen bisher wundervollen Verlauf genommen hat.
 
Von Simon Neustadt.

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LEMIEL hat bereits insgesamt über 2000 Bäume gepflanzt.